Minds Studie: Franchise-Präferenzen in der Schweiz 2026
Simulierte Zielgruppen-Analyse zur Akzeptanz alternativer Franchise-Modelle und digitaler Gatekeeper-Tarife im Schweizer KVG-System.
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Die Mehrheit der Schweizer Versicherten zeigt sich offen für digitale Gatekeeper-Modelle, sofern der finanzielle Anreiz die Hürde der Erstkonsultation via App kompensiert.
- 15+ Statistiken mit Kreuztabellen nach Alter, Land, Einkommen
- 5 herunterladbare Diagramme
- Rohdaten der Antworten (CSV)
- Stellen Sie dieser Zielgruppe Ihre eigenen Fragen
Methodology
Diese von Minds durchgeführte Zielgruppen-Simulation analysiert das Entscheidungsverhalten von 500 Schweizer Versicherten bei der Wahl ihrer KVG-Franchise für das Jahr 2026. Validiert gegen Referenzdaten des Bundesamts für Statistik BFS zeigt die Simulation, dass 72 Prozent der Befragten digitale Telemedizin-Modelle bevorzugen, während Zwischenfranchisen aufgrund mangelnder finanzieller Attraktivität von 64 Prozent konsequent abgelehnt werden.
Präferenz für Telemedizin-Modelle
Ablehnung von Zwischenfranchisen
Wechselbereitschaft bei 4.4% Prämienanstieg
Basierend auf einer synthetischen Zielgruppe mit 500 Befragten. Die Übereinstimmung mit Benchmarks variiert je nach Zielgruppe, Frage, Fundierung und Referenzstudie.
Zusammensetzung der Zielgruppe
- 119-25 (Junge Erwachsene)20%
- 226-45 (Erwerbstätige)50%
- 346-65 (Best Ager)30%
- 1Sicherheitsorientierte (Franchise CHF 300)45%
- 2Optimierer (Franchise CHF 2500)55%
Die Dynamik des Schweizer KVG-Systems im Jahr 2026
Das Schweizer Gesundheitssystem steht im Jahr 2026 unter erheblichem Kostendruck. Mit einem durchschnittlichen Anstieg der Krankenkassenprämien um 4,4 Prozent auf rund 393,30 Schweizer Franken pro Monat suchen Schweizer Haushalte nach effektiven Wegen, ihre Fixkosten zu senken. Für Krankenversicherer stellt sich damit die strategische Frage, wie Versicherte auf neue Tarifstrukturen, alternative Franchise-Modelle und digitale Gatekeeper-Anforderungen reagieren. Um diese Reaktionen ohne teure und langwierige physische Panels zu testen, bietet die Target Audience Simulation von Minds eine präzise und schnelle Lösung.
Die Simulation von Minds zeigt, dass die Wechselbereitschaft der Versicherten stark von der gewählten Franchise-Stufe und dem damit verbundenen finanziellen Risiko abhängt. Während gesunde Versicherte vermehrt in die maximale Franchise von 2500 CHF drängen, verbleiben chronisch Kranke oder risikoaverse Personen in der Grundfranchise von 300 CHF. Dazwischen liegt ein ungenutztes Potenzial, das Versicherer durch gezielte Produktgestaltung aktivieren können.
Bei den steigenden Prämien für 2026 bleibt mir fast keine Wahl, als auf die 2500er-Franchise zu setzen. Aber das finanzielle Risiko von 3200 Franken inklusive Selbstbehalt muss ich erst einmal auf die Seite legen können.
Die Herausforderung für Produktentwickler bei Schweizer Krankenversicherungen besteht darin, Tarife so zu gestalten, dass sie sowohl für den Versicherten attraktiv als auch für den Versicherer risikotechnisch tragbar sind. Hier setzt Minds an: Durch die Simulation von bis zu 10.000 individuellen Antworten pro Durchlauf können Tarifszenarien innerhalb von weniger als einer Stunde evaluiert werden. Dies ermöglicht es Innovationsteams, die Akzeptanz neuer Modelle zu testen, bevor physische Feldtests oder teure Kampagnen gestartet werden.
Das Dilemma der Zwischenfranchisen: Warum 500er bis 2000er-Stufen scheitern
Ein zentrales Ergebnis der Minds-Simulation ist die deutliche Ablehnung von sogenannten Zwischenfranchisen (500 CHF, 1000 CHF, 1500 CHF und 2000 CHF). Historische Daten des Bundesamts für Gesundheit BAG stützen diese Erkenntnis: Rund 45 Prozent der Erwachsenen wählen die Basisfranchise von 300 CHF, während etwa 37 Prozent die Höchstfranchise von 2500 CHF bevorzugen. Nur ein kleiner Bruchteil entscheidet sich für die dazwischenliegenden Stufen.
Die mathematische Realität des Schweizer KVG-Systems zeigt, dass sich Zwischenfranchisen für die meisten Versicherten schlicht nicht lohnen. Der maximale gesetzliche Rabatt, den Versicherer gewähren dürfen, ist streng reglementiert. Wer beispielsweise eine Franchise von 1500 CHF wählt, trägt ein deutlich höheres finanzielles Risiko als bei der 300er-Franchise, spart aber im Verhältnis zu wenig Prämie ein, um dieses Risiko zu rechtfertigen. Die Simulation von Minds konnte diese kognitive Barriere der Konsumenten präzise abbilden.
Ich bleibe bei der 300er-Franchise. In meinem Alter hat man einfach regelmässig Arztbesuche, da lohnen sich die höheren Stufen mathematisch überhaupt nicht mehr, selbst mit dem maximalen Rabatt.
Für Versicherer bedeutet dies, dass eine reine Bewerbung von Zwischenfranchisen ohne zusätzliche Produktfeatures wirkungslos bleibt. Wenn ein Versicherer jedoch eine 1000er-Franchise mit einem exklusiven, digitalen Gesundheitscoaching oder einem vereinfachten Rückerstattungsprozess kombiniert, verschiebt sich die Wahrnehmung der Zielgruppe. Solche komplexen Produktbündelungen lassen sich mit Minds in kürzester Zeit auf ihre Akzeptanz und potenzielle Barrieren hin untersuchen.
Telemedizin und Digital-First: Der neue Standard der Grundversicherung
Ein weiterer Schwerpunkt der Studie war die Akzeptanz von rein digitalen Gatekeeper-Modellen, oft als Telemedizin- oder Telmed-Modelle bezeichnet. Bei diesen Modellen verpflichten sich die Versicherten, vor jedem physischen Arztbesuch eine telemedizinische Erstberatung via App oder Telefon in Anspruch zu nehmen. Im Gegenzug gewähren die Versicherer einen spürbaren Prämienrabatt.
Die Minds-Simulation zeigt eine hohe grundsätzliche Offenheit: 72 Prozent der simulierten Profile bewerten ein solches Modell positiv, sofern der Rabatt bei mindestens 15 Prozent liegt. Die Barrieren sind jedoch psychologischer Natur. Viele Versicherte befürchten den Verlust des direkten Kontakts zu ihrem vertrauten Hausarzt oder bezweifeln die diagnostische Qualität einer rein digitalen Beratung.
Ein rein digitales Telemedizin-Modell finde ich super, solange ich im Notfall trotzdem schnell zu einem echten Arzt in meiner Nähe gehen kann. Die Ersparnis muss aber spürbar sein.
Durch die Simulation von Minds lassen sich diese Einwände exakt segmentieren. Während jüngere, urbane Segmente (21-29 Jahre) die zeitliche Flexibilität und den Verzicht auf physische Warzeiten als klaren Vorteil sehen, fordern ältere Segmente in ländlichen Kantonen klare Garantien für eine schnelle Überweisung an einen physischen Spezialisten im Bedarfsfall. Versicherer können diese Erkenntnisse nutzen, um ihre Marketingbotschaften und die Customer Journey ihrer Apps exakt auf die jeweiligen Bedenken abzustimmen.
Validierung und Methodik: Wie Minds reale Verhaltensmuster repliziert
Minds ist keine einfache Chatbot-Infrastruktur, sondern eine hochspezialisierte Plattform für die Simulation von Zielgruppen. Die Plattform basiert auf einem wissenschaftlich fundierten Drei-Stufen-Modell, das sicherstellt, dass keine Persona auf reinen Annahmen basiert:
Ebene 01: Datenverankerung. Jede Simulation wird durch reale Marktdaten, CRM-Daten oder klassische Marktstudien gestützt. Für diese Studie wurden offizielle Daten des Bundesamts für Gesundheit BAG und des Bundesamts für Statistik BFS zur Verteilung von Franchisen und Prämienstrukturen in den Schweizer Kantonen als Fundament genutzt.
Ebene 02: Simulationsmodell. Auf dieser Ebene greift Minds auf tiefes Konsumentenwissen, demografische Anker und robuste Verhaltensmodelle zurück. Die psychografische Segmentierung basiert auf etablierten Modellen des Konsumentenverhaltens, ohne dabei auf starre, veraltete Milieu-Klassifizierungen zurückzugreifen.
Ebene 03: Validierung. Die simulierten Ergebnisse werden kontinuierlich gegen reale Befragungsdaten und etablierte Referenz-Benchmarks wie Kantar oder nationale Statistikdaten validiert. Minds erreicht dabei eine durchschnittliche Übereinstimmung von 85 bis 95 Prozent mit traditionellen, physischen Panels. Bei klar abgegrenzten Fragestellungen und gut verankerten Segmenten kann die Übereinstimmung sogar bis zu 100 Prozent betragen.
Es ist wichtig zu betonen, was Minds nicht ist: Die Plattform eignet sich nicht für klinische oder regulatorische Studien, repräsentative Preiselastizitätsforschung im Nachkommastellenbereich oder politische Wahlprognosen. Ihr primärer Zweck liegt im schnellen, kosteneffizienten Testen von Konzepten, Claims, Positionierungen und Produktvarianten vor dem eigentlichen Marktstart.
Da die gesamte Infrastruktur auf europäischen Servern gehostet wird, ist Minds zu 100 Prozent DSGVO-konform. Es werden keinerlei personenbezogene Daten realer Teilnehmer verarbeitet, was den administrativen Aufwand für Compliance- und Rechtsabteilungen auf null reduziert. Zudem entfallen die hohen Rekrutierungskosten und die langen Wartezeiten klassischer Panels vollständig. Die Simulation liefert tiefe, qualitative und quantitative Insights in unter einer Stunde und zu einem Bruchteil der Kosten einer traditionellen Marktstudie.
Krankenversicherer, die ihre Tarifstrukturen für das kommende Jahr optimieren und die Wechselbereitschaft ihrer Kunden präzise vorhersagen wollen, erhalten mit Minds ein mächtiges Werkzeug an die Hand. Anstatt wertvolle Zeit in mehrwöchigen Befragungssprints zu verlieren, können Produkt- und Marketingteams fundierte Entscheidungen auf Basis valider Daten innerhalb eines einzigen Arbeitstages treffen.
Um zu erfahren, wie Sie Minds für Ihre spezifischen Tarif- und Produktprüfungen im Schweizer Markt einsetzen können, besuchen Sie unsere Website und informieren Sie sich über unsere flexiblen Pilotprojekte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie präzise simuliert Minds die Reaktionen von Schweizer Versicherten?
Minds erreicht eine durchschnittliche Übereinstimmung von 85% bis 95% mit traditionellen physischen Panels. Bei spezifischen Fragestellungen zum Schweizer KVG-System und den Franchise-Präferenzen können die Ergebnisse sogar eine punktgenaue Übereinstimmung erzielen, da die Modelle auf realen demografischen und kantonalen Daten verankert sind.
Wie schnell liefert die Minds-Plattform Ergebnisse für den Schweizer Markt?
Anstelle von mehrwöchigen klassischen Marktstudien liefert Minds detaillierte Zielgruppen-Simulationen in unter einer Stunde. Die gesamte Infrastruktur wird auf europäischen Servern gehostet und ist zu 100% DSGVO-konform, da keine personenbezogenen Daten realer Teilnehmer verarbeitet werden.
Welche Vorteile bietet Minds gegenüber klassischen physischen Panels?
Minds ermöglicht es Marketing- und Produktteams, Tarifmodelle und Kampagnen-Claims vorab zu testen, ohne die hohen Rekrutierungskosten und den zeitlichen Aufwand eines physischen Panels in Kauf nehmen zu müssen. Die Kosten betragen nur einen Bruchteil einer klassischen Befragung, und es fallen keine Kosten pro Teilnehmer an.
Für welche Phasen im Produktlebenszyklus ist diese Simulation optimiert?
Diese Simulation ist für die BOFU-Phase (Bottom of Funnel) optimiert. Sie liefert Schweizer Krankenversicherern konkrete, datenbasierte Argumente zur Optimierung ihrer Franchise-Strukturen und digitalen Gatekeeper-Modelle, um die Wechselbereitschaft der Versicherten präzise vorherzusagen.
Über Minds
Minds ist ein KI-Forschungslabor, das synthetische Fokusgruppen und Studien entwickelt. Es hilft Go-to-Market- und Produktteams, ihre Zielgruppen in Minuten statt Monaten zu verstehen.


