·Pressemitteilung

SINUS Milieu-Minds bestehen Realitätstest gegen SINUS-Befragung

Im Vergleich mit einer SINUS-Befragung von 2.005 Menschen bildeten synthetische SINUS Milieu-Minds die Antwortverteilungen je Milieu mit 91,7 Prozent Nähe ab. SINUS und Minds sehen sie als schnelle Vorabklärung vor der Feldstudie.

Minds- und sinus-Logo auf dem gelb-grünen Minds-Verlaufshintergrund

Synthetische Befragte aus allen zehn Sinus-Milieus kommen realen Befragungsergebnissen nahe. Sie sind als Vorabklärung vor der Feldstudie gedacht, nicht als deren Ersatz.

HEIDELBERG / BERLIN, 22. Oktober 2026. Die SINUS Milieu-Minds, die KI-Personas zu den Sinus-Milieus des SINUS-Instituts und des Berliner Start-ups Minds, wurden mit einer echten SINUS-Befragung verglichen. 200 Milieu-Minds, je 20 aus jedem der zehn Sinus-Milieus, beantworteten 24 Fragen zu persönlichen Sorgen, von sehr großen Sorgen bis zu überhaupt keinen Sorgen. Dieselben Fragen hatte SINUS im Juni 2026 insgesamt 2.005 Menschen gestellt. Die Ergebnisse dieser Befragung kannten die Minds nicht.

Je Milieu lagen die Antwortverteilungen der Minds bei einer Verteilungsnähe von 91,7 Prozent zur Befragung. Im Durchschnitt wichen sie um 8,3 Prozentpunkte je Antwortstufe ab. Zum Vergleich: Zwei reale SINUS-Befragungswellen mit demselben Fragebogen aus dem März und dem Juni 2026 erreichten untereinander 96,3 Prozent. Über alle Milieus hinweg, mit den Minds nach der Milieuverteilung der Befragung gewichtet, lag die Verteilungsnähe bei 95,2 Prozent. Alle 4.800 Antworten waren gültig und lagen nach rund 26 Minuten vor.

Deutlicher Abstand zu allgemeinen KI-Modellen

In einer separaten Methodenkontrolle erhielten allgemeine KI-Modelle dieselben Fragen mit der einfachen Anweisung, als Angehörige eines bestimmten Milieus zu antworten. Gemini 3.7 Flash und Claude Sonnet 5 kamen beide auf rund 72 Prozent, etwa 20 Punkte weniger als die Milieu-Minds. Wer den Modellen dieselbe Frage 20-mal stellte, bekam meist 20-mal dieselbe Antwort: Gemini in 194, Claude in 211 von 240 Kombinationen aus Frage und Milieu. Die Milieu-Minds antworteten in keinem einzigen Fall einstimmig. Auch die offiziellen Milieubeschreibungen von der SINUS-Website brachten Gemini nicht weiter.

Eine Folgeanalyse derselben Daten untersuchte die Unterschiede zwischen den Milieus. Wo sich zwei Milieus in der Befragung deutlich unterscheiden, ordneten die Minds sie in 86,5 Prozent der Fälle richtig ein, das allgemeine KI-Modell nur mit Milieunamen in 67,4 Prozent und die frühere reale Befragungswelle in 97,1 Prozent. Bei den genauen Anteilen je Milieu gilt dieser Vorsprung nicht: Eine feste Antwortverteilung aus der Befragung vom März war etwas genauer. Am stärksten sind die Minds bei der Rangfolge von Themen und Milieus.

Vorabklärung vor der Feldstudie

SINUS und Minds verstehen die Milieu-Minds als schnelle Vorabklärung, nicht als Ersatz für Primärforschung. Die Ergebnisse liefern Anhaltspunkte für Themen und Antwortverteilungen innerhalb eines Milieus; einzelne Anteile können deutlich abweichen. Für eine realistische Einschätzung der tatsächlichen Anteile braucht es weiterhin eine Befragung. Die Ergebnisse sind nicht bevölkerungsrepräsentativ und nicht auf die Bevölkerung hochgerechnet.

Typische Einsatzfelder sind die Vorauswahl von Kampagnen und Botschaften je Milieu vor dem Pretest, das Schärfen von Hypothesen und Fragebögen vor der Feldphase und das Verständnis von Beweggründen, denn die Minds begründen ihre Antworten. Ob echte Befragte dieselben Gründe nennen, zeigt die Feldstudie. Im Realitätstest ging es um Einstellungsfragen; bei Kampagnenentscheidungen empfehlen SINUS und Minds daher beides: die Minds für die Vorauswahl, die Feldstudie für die Entscheidung.

SINUS-Kundinnen und -Kunden können die SINUS Milieu-Minds über SINUS und den Minds Marketplace nutzen.

Zum Vergleich

200 SINUS Milieu-Minds mit 4.800 Antworten auf 24 Sorgenfragen, Durchlauf am 25. August 2026, im Vergleich mit SINUS-Befragungen vom Juni 2026 (n = 2.005, Hauptvergleich) und vom März 2026 (n = 1.047). Die Verteilungsnähe ist 100 minus die mittlere absolute Abweichung zwischen synthetischen und realen Antwortanteilen in Prozentpunkten. Die Werte je Milieu sind einfache Mittelwerte über die zehn Milieus. Getestete KI-Modelle: Gemini 3.7 Flash und Claude Sonnet 5, Durchläufe im August und September 2026. Details zu Methodik und Einschränkungen sind auf Anfrage erhältlich.

Über Minds

Minds (getminds.ai) ist die durchgängige Plattform für kommerzielle synthetische Marktforschung, gegründet in Berlin. Teams bauen mit Minds synthetische Zielgruppen und Expertenpanels auf und führen qualitative und quantitative Studien durch, von Interviews und Fragebögen bis zu Methoden wie MaxDiff, bevor sie Zeit und Budget in Feldforschung oder Umsetzung investieren. Minds versteht seine Technologie als Ergänzung zur Forschung mit echten Menschen: Sie macht Annahmen sichtbar und verbessert die Qualität der anschließenden Forschung.

Weitere Informationen zu Minds unter www.getminds.ai.

Medienkontakt

Alexander Doudkin
Mitgründer & CEO, Minds
[email protected]

Jan Hecht
Director Research & Consulting, SINUS-Institut
[email protected]